Seasonal-to-interannual hydroclimatic variability in Afromontane environments during the late Early Pleistocene hominin occupations on the Southeastern Ethiopian Highlands.
Authors: Briatico G, Hartman G, Gossa T, Asrat A, Hailu H, Ketema N, Martínez-Navarro B, Niespolo EM, Renne PR, Resom A, Hovers E
Journal: Scientific reports
mental health
psychology
open access
Abstract
Vitiligo gehört zu den Erkrankungen der Haut mit einem hohen Risiko einer Stigmatisierung. Eine Vielzahl von Studien hat mittlerweile eine klare Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen gezeigt. Umso wichtiger sind daher eine leitliniengerechte Diagnostik und Therapie dieser Erkrankung, um eine Ausdehnung der Vitiligo, Chronifizierung und psychosoziale Komorbidität zu reduzieren. Wie Menschen mit Vitiligo in der Routineversorgung von niedergelassen Dermatologen in Deutschland bezüglich ihrer Erkrankung beraten und behandelt werden, ist kaum erforscht. Vitiligo ist eine erworbene, chronische Hautkrankheit, die zu einem immunvermittelten Pigmentverlust der Haut führt. Charakteristisch sind depigmentierte, milchig-weiße Makulae. Haare in Form von Leukotrichie sowie Schleimhäute können betroffen sein. Bei der häufigsten Unterform der Vitiligo, der nichtsegmentalen Vitiligo (NSV), sind die weißen Makulae symmetrisch verteilt und bevorzugt an sichtbaren Stellen der Haut wie dem Gesicht, dem Hals oder den Händen lokalisiert. Symptomatisch können eine erhöhte Lichtempfindlichkeit, Juckreiz und Brennen auftreten []. Eine Studie zur Häufigkeit der Vitiligo speziell in Deutschland aus dem Jahr 2014 ermittelte eine Prävalenz von 0,17 % und 0,77 % []. Die NSV ist kein Lifestyle-Problem, sondern eine chronische Autoimmunerkrankung, die, basierend auf einer genetischen Disposition, zu einer fehlgeleiteten Immunantwort gegen Melanozyten führt []. Die NSV kann mit weiteren somatischen Erkrankungen assoziiert sein, zu denen neben Haut‑, Autoimmun- und Bindegewebserkrankungen mitunter auch metabolische Erkrankungen sowie Gehörveränderungen zählen. Es sind hier die Alopecia areata („Odds Ratio“ [OR] = 2,63) und Schilddrüsenerkrankungen (1,61–37 %) wie die Autoimmunthyreoiditis (OR = 10,39) als Beispiele zu erwähnen []. Außerdem zeigen Studien eine um etwa 65 % erhöhte Wahrscheinlichkeit für ein metabolisches Syndrom [] und eine Assoziation zum Diabetes mellitus Typ 2 [] bei Menschen mit Vitiligo. Dermatologische Erkrankungen wie Psoriasis (OR = 3,22) und atopische Dermatitis (OR = 2,45) sind ebenfalls mit Vitiligo assoziiert []. Für ein erhöhtes Risiko von Hautkrebs liegt bei Patienten mit Vitiligo keine übereinstimmende Evidenz vor [, ]. Die Kenntnis dieser Begleiterkrankungen ist bedeutsam für die ganzheitliche Betreuung der Menschen mit Vitiligo und erfordert daher ein holistisches Behandlungskonzept.