Strengthening Resilience and Mental Well-Being Through the Support4Resilience Toolbox for Leaders in Older Adult Care: Protocol for a Cross-Country Mixed Methods Study (Support4Resilience).
Authors: Lyng HB, Haraldseid-Driftland C, Lungu DA, Viksveen P, Akerjordet K, Glette MK, Ree E, Guise V, Haver A, Bergerød IJ, Kankaanpaa E, Kapitsaki GM, Chatzittofis A, Ellis LA, Bal R, Tibu F, Delgado-Saborit JM, Tolosa A, Cantarelli P, Vola F, Lahti M, Parmentier H, Raknes Sogstad MK, Engel C, Vincent C, Braithwaite J, Pfaff H, Wiig S
Journal: JMIR research protocols
mental health
psychology
open access
Abstract
Die Lebensphase des vierten Alters wird als Bedrohung für die eigene Identität und Autonomie erlebt und daher eine Zugehörigkeit abgelehnt. Im Sinne der Theorie von Tajfel entsteht ein positives Selbstbild von Menschen im vierten Alter durch Vergleichs- und Aufwertungsprozesse, die eine Abgrenzung der eigenen Gruppe zur Gruppe der pflegebedürftigen Anderen ermöglichen. Daher kommen insbesondere der Darstellung und dem Erleben von Autonomie und Selbstständigkeit große Bedeutung zu. In der Sozialgerontologie wird das Alter in mindestens zwei Lebensphasen unterteilt [, ]. Relativ unabhängig vom kalendarischen Alter zeichnet sich dabei das dritte, junge Alter durch Autonomie, Gesundheit und soziale Teilhabe aus [], während das vierte Alter durch Fragilität, Vulnerabilität und den Verlust der Identität gekennzeichnet ist []. Das vierte Alter wird als Negativfolie zum dritten Alter konstruiert und umfasst dementsprechend alle älteren Menschen, die nicht aktiv und erfolgreich altern konnten [, ]. Insbesondere aufgrund von körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen werden ältere Menschen von anderen Personen, wie etwa von Angehörigen oder Gesundheitspersonal, dem vierten Alter zugeordnet und erfahren damit eine soziale Abwertung []. Viele Studien zeigen daher, dass ältere Menschen mit mehreren Einschränkungen eine Zugehörigkeit zum vierten Alter ablehnen [, , , ]. Bisherige Studien haben sich damit beschäftigt, wie Menschen im vierten Alter ihre Identität trotz dieser defizitären Diskurse aufrechterhalten. Einerseits versuchen ältere Menschen, die Kontinuität ihres Selbstbildes zu bewahren, indem sie z. B. alltäglichen Aufgaben und sozialen Aktivitäten auch in abgeändertem Maße weiterhin nachgehen [, ] oder sich auf gewisse Tätigkeiten fokussieren, die sie ohne Unterstützung ausüben können [].